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At-Tahara    الطَّهَارَة
Wichtige Begriffe
Das Verrichten der Notdurft     قَضَاءِ الحَاجَة

 

Wagib

verpflichtend

Fard

absolut Verpflichtendes

Mustahabb/Mandub

wünschenswert

Mubah

wertfrei

Makruh

abzulehnen

Haram

verboten

 

 

Tahir

rein

Tahur

rein und kann Anderes rein machen

Hadath

Zustand der Unreinheit

Hadath asghar

Unreinheit, die ein Wudu verlangt

Hadath akbar

Unreinheit, die ein Ghusl (Ganzkörperwaschung) verlangt

Khabath

Unreines

At-Tahara ist die Reinheit vom Hadath und Khabath. Mit diesem At-Tahara-Zustand ist einem erlaubt, was durch diese zwei (Hadath und Khabath) nicht erlaubt war.

 

Womit kann man Hadath- und Khabath-Zustand aufheben und rein werden?

Mit Wasser. Das Wasser soll sauber und rein sein. Die Beschaffenheit des Wassers soll nicht geändert worden sein. Das betrifft den Geschmack, die Farbe und den Geruch vom Wasser. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Änderung durch etwas Sauberes oder Unsauberes ist.

 

Darf man sich mit dem Meereswasser rein machen, obwohl es salzig ist?

Ja, weil die Beschaffenheit des Wassers nicht geändert worden ist. Der salzige Geschmack ist der natürliche Geschmack des Wassers.

Natürliche Änderungen und natürliche Materien oder auch sich entwickelnde Tiere oder Pflanzen machen das Wasser nicht unrein. Beispiele dafür sind Sand, Salz, Laub, Stroh, Fische, Algen usw.

 

Welches Wasser sollte man nicht benutzen (Makruh)?

1.      Sehr kaltes bzw. sehr heißes Wasser,

2.      stehendes Wasser.

Für das Verrichten der Notdurft ist mandub,

  1. dass man nichts dabei hat, was den Namen Allahs enthält, ob es ein Blatt, ein Geldstück oder ein Ring ist. Notfalls soll man dann diese Sache verdeckt halten,
  2. dass man dieses Gebet vor dem Eintritt in den Raum sagt: „Bismillah, Allahumma inni audhu bika mina-l-chubthi wal-chabaith.“:

(بسم الله ، اللهُم إنَّي أَعُوذُ بِكَ من الخُبْثِ والخَبَائِثِ)

 

  1. dass man nach dem Verlassen des Raums sagt: „Ghufranak, Alhamdulellah alladhi adhhaba anni al-adha waafani.“

(غُفْرانَك ، الحمد لله الذي أَذْهَبَ عَنِّي الأَذَىَ وَعَافَانِي)

 

  1. dass man mit dem linken Bein eintritt und mit dem rechten austritt,
  2. dass man sich vorher etwas zum Putzen besorgt,
  3. dass man dabei nicht redet,
  4. dass man dabei sitzt.

Fürs Verrichten der Notdurft ist Folgendes Haram:

  1. Man darf kein Moshaf mitnehmen. Notfalls kann man es mitnehmen, wenn man z.B. Angst hat, es zu verlieren, dann muss es aber verdeckt sein, z.B. in einer Tasche.
  2. Man darf dabei keinen Koran rezitieren.
  3. Man soll die Qibla Richtung sowie die Gegenrichtung vermeiden.

An welchen Plätzen im Freien sollte man seine Notdurft nicht verrichten?

  1. In stehenden Gewässern,
  2. an einem Ort, wo man dabei gesehen werden kann,
  3. in Grabstätten,
  4. in der Nähe von anderen Menschen,
  5. in den Höhlen von Tieren,
  6. in Wegen, die von Menschen benutzt werden,
  7. an Orten, wo die Leute sitzen könnten (Schatten- bzw. Sonnengegenden).

Was soll man nach dem Verrichten der Notdurft machen?

  1. Man soll seine betroffenen Körperstellen durch Benutzung der linken Hand von Unreinheiten innerlich und äusserlich reinigen (durch Schütteln, Drücken und Ähnliches).
  2. Man soll seine betroffenen Körperstellen durch Wasser oder etwas anderes reinigen (Klopapier beispielsweise).
  3. Man soll Wasser benutzen, wenn das Unreine mehr als den Ausgang getroffen hat.
  4. Eine Frau soll immer Wasser zum Putzen benutzen.
  5. Man soll sich nachher die Hände waschen.
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